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In der Kombi liegt die Kraft

Die Diskussion „aktives oder passives Management“ bewegt seit 50 Jahren die Gemüter. Sie wird heute bei Anlegern und Akademikern genauso heftig geführt wie zu Beginn. Leider dreht sich die Debatte dabei weniger um den ausschlaggebenden Punkt „Zusätzlicher Ertrag nach Kosten“. Darunter zu verstehen ist eine nachhaltig bessere Wertentwicklung sowie das Erreichen gewünschter Investmentziele.

Das passive Management von Fonds geht von einer einfachen Überlegung aus. Wenn man Aktien aller in einem Index enthaltenen Unternehmen erwirbt und die Gewichtung dieser Aktien genau dem Verhältnis der Marktwerte dieser Unternehmen entspricht, dann entwickelt sich dieser Fonds exakt wie der Index. Das Ziel der meisten passiv gemanagten Fonds besteht tatsächlich darin, einen Index nachzubilden.


Voraussetzung hierbei ist, dass die Wertpapiere effizient gepreist sind. Denn wenn die Preise kontinuierlich alles Wissen um die Unternehmen dahinter widerspiegeln, können Investoren nicht darauf hoffen, den Markt dauerhaft zu schlagen. Es sei denn, sie sind vom Glück verfolgt oder gehen höhere Risiken ein. Letzteres kann sich auszahlen. Muss aber nicht.


Warum also sollte man Zeit und Aufwand darein stecken, den Markt vergeblich vorherzusagen, wenn man einfach die Marktentwicklung nachbilden kann. Eine Antwort: Das mit Abstand größte Problem der so genannten Indexfolger (ETF, Exchange Traded Fund, börsengehandelter Indexfonds) besteht darin, dass dort die größten Positionen konzentriert sind, die der Markt heute als die erfolgreichsten ansieht. Dabei kann es sich aber auch um die Gewinner des letzten Jahres handeln.


Während die Idee der Preiseffizienz einfach und intuitiv ist, basiert sie doch auf einigen sehr fragwürdigen Annahmen über die Denkweise von Investoren. Können diese Informationen korrekt deuten und haben sie die Fähigkeit, schnell aus vergangenen Fehlern zu lernen?

Letztlich drehen sich die relativen Vor- und Nachteile von aktivem und passivem Management jedoch um drei Schlüsselthemen: das Ausmaß, indem Märkte preiseffizient sind, die Fähigkeit aktiver Manager, Preisanomalien nachhaltig und wirtschaftlich erfolgreich zu nutzen (also nach Abzug von Kosten) und schließlich das Können, die angestrebten Investmentziele zu erreichen.


Fazit: Passive Investments wie ETFs sind kostengünstige Bausteine, die dazu beitragen können, dass Investoren ihre Anlageziele erreichen. Die Fähigkeit, dauerhaft erfolgreiche aktive Fondsmanager zu finden, hilft darüber hinaus, schneller ans Anlageziel zu kommen.


Abbildung: (c) fintax

Quelle: Fintax Consulting Ltd / FinanzNews

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