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Steuersparen will gut vorbereitet sein

Es ist Jahr für Jahr eine lästige Pflicht, die sich lohnt: die Steuererklärung. Auch wenn die Erklärung von Kapitalerträgen mit der Abgeltungssteuer deutlich bequemer geworden ist, gibt es Fallstricke zu beachten. Insbesondere sollte man sich rechtzeitig mit dem Thema auseinandersetzen.

Wichtigster Punkt ist die richtige Nutzung des Freistellungsauftrages. Anleger sollten frühzeitig darauf achten den persönlichen Sparerfreibetrag von 801 Euro (1.602 Euro bei Ehepaaren) sinnvoll zu verteilen. Wer keinen oder einen zu geringen Freistellungsauftrag bei seiner Depotbank gestellt hat, muss dies mühsam über die Steuererklärung nachholen. Nicht ausgeschöpfte Freibeträge werden ansonsten vom Fiskus nicht berücksichtigt.

Seit dem Jahr 2018 wird auch die Vorabpauschale zum Jahresanfang gegen den Freistellungsauftrag gerechnet. Ansonsten droht Liquiditätsabfluss direkt aus dem Depot oder sogar eine unliebsame Abbuchung vom Girokonto. Und zwar ohne eigenes Zutun!

Sind zudem größere Entnahme und damit die Realisierung von Kapitalerträgen geplant, sollten Anleger darauf achten auch in einzelnen Positionen Verluste zu realisieren. Diese werden auf Seiten der Depotbanken in Verlustverrechnungstöpfen berücksichtigt und Gewinnen gegengerechnet.

Problematisch ist dies für Investoren mit mehreren Depots bei verschiedenen Banken. Da unterschiedliche Banken auch unterschiedliche Verlusttöpfe führen, werden realisierte Erträge nicht mit allen vorhandenen Verlusten verrechnet. Folge ist eine höhere Steuerlast als nötig. Für Anleger, die regelmäßig in Ihren Depots Transaktionen durchführen, kann eine Zusammenfassung verschiedener Depots bei einer Depotbank daher sinnvoll sein.

Eine weitere Möglichkeit Steuern zu sparen, gibt es auch bei den Beratungshonoraren: Bis zu 50 Prozent der Gebühren, die Anleger als „All-in-Fees“ an ihre Berater zahlen, sind steuerlich absetzbar. Voraussetzung ist, dass dieser Anteil an Transaktionskosten auf einer sachgerechten und nachprüfbaren Berechnung beruht.

Tipp: Schieben Sie Ihre Steuererklärung nicht auf die lange Bank. Wenn man mögliche Steuerersparnisse mit dem Steuerberater erst 2021 bespricht, ist es für die Gestaltung in vielen Fällen schon zu spät. Wir unterstützen Sie gerne bei der optimalen Nutzung der vorhandenen Verrechnungstöpfe, der möglicherweise notwendigen Zusammenfassung von Depots, aber natürlich auch zu Themen abseits der klassischen Fondsanlage, wie etwa dem Steuerprivileg der Basisrente.

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