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Nicht erschrecken!

Zum Jahresanfang kommt es auf vielen Konten zu einer Abbuchung, auf die sich mancher keinen Reim machen kann. Doch kein Angst, es sind nicht etwa Hacker am Werk: Vielmehr handelt es sich bei der vermeintlichen Fehlbuchung um eine pauschalisierte Steuerzahlung, die sogenannte „Vorabpauschale“. Innerhalb des großen Regelwerks zur Investmentsteuerreform ist sie nur ein kleines Kapitel, kann aber für einzelne Anleger je nach Struktur Ihres Depots große Auswirkungen haben.

Weil der Staat nicht bis zum Verkauf der Anteile warten will, um zugreifen zu können, müssen Kreditinstitute die noch fiktiven Steuerschulden ans Finanzamt abführen. Wenn es sein muss, auch vom Girokonto. Erstmals wird dies am 2. Januar 2019 der Fall sein, da die Steuerreform mit Beginn des Jahres 2018 in Kraft getreten ist. Anleger in ausländischen Fonds, die ihre Erträge direkt wieder anlegen („thesaurieren“), müssen diese damit nicht mehr separat in der Steuererklärung angeben.

Schutz vor solchen unliebsamen Abbuchungen bietet der Freistellungsauftrag. Allerdings nur, wenn dieser in vollem Umfang für das Depot zur Verfügung steht. Dann nämlich kann die Vorabpauschale unter Umständen komplett damit verrechnet werden. Ansonsten droht Liquiditätsabfluss direkt aus dem Depot oder sogar eine unliebsame Abbuchung vom Girokonto. Und zwar ohne Zutun des Kontoinhabers!

Tipp: Es empfiehlt sich, den Freistellungsauftrag komplett dem Depot zur Verfügung zu stellen, um die Vorabpauschale damit verrechnen zu können. Zu kompliziert? Wir unterstützen Sie gerne bei der idealen Verteilung des Freistellungsauftrages zwischen den Kreditinstituten.

 

Abbildung: geralt/pixabay.com

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