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Lebensträume unserer Leser Lukas Rupp

Was ihm der Fußball bedeutet, wird beim Blick ins Familienalbum klar. Ab seinem vierten Lebensjahr gibt es kaum noch Bilder von Lukas Rupp, auf denen das runde Leder nicht irgendwo zu sehen ist. Meist hält er es im Arm. Zum Leidwesen von Vater Franz aber nur, um das Spielgerät zum nächsten Bolzplatz zu bringen. Der ehemalige Bundesliga-Handballer hätte den jüngsten Sohn gerne in seiner Sportart aktiv gesehen, doch für Klein-Lukas steht schon damals fest: Ich will Fußballer werden.

Diesen Traum verfolgt er zielstrebig. Schon in den Jugendteams der TSG Weinheim, fällt er durch kluges Spiel und Trainingsehrgeiz auf. So findet sich „Ruppinho“ schnell in den Torschützenlisten ganz oben wieder. Mit 14 entscheidet sich das Talent trotz heftigen Werbens anderer Vereine in der Nachbarschaft seines Heimatvereins für den Karlsruher SC. Lukas Rupp durchläuft dort die U-Teams des badischen Traditionsvereins und träumt von einem Einsatz bei den Profis.

Den bekommt er tatsächlich, allerdings nach erneutem Abstieg der „Fahrstuhlmannschaft“ KSC in der zweiten Liga. Mit 19 ist er bereits Stammspieler und fällt nun einem anderen deutschen Traditionsverein auf. Bei Borussia Mönchengladbach kommt Lukas Rupp in der ersten Bundesliga an. Im Oberhaus spielt er auch jetzt, hat aber bereits zweimal den Verein gewechselt. Mit 25 will Lukas Rupp bei der TSG Hoffenheim und damit fast in der alten Heimat noch einmal richtig „Gas geben“. Er weiß, dass er nun im besten Fußball-Alter ist und dass für den Rest der Karriere nicht mehr unbegrenzte Zeit zur Verfügung steht. Im Schnitt bleiben Fußballern nur 10 bis 15 Jahre, um ihrem Beruf nachzugehen.


Aus diesem Grund will der Weinheimer, dass sich jemand professionell um seine Finanzen kümmert. „Nur so habe ich den Kopf frei für meinen Sport“, ist sich der Hoffenheimer Mittelfeldspieler bewusst darüber, dass Fußballprofi nur dann ein Traumjob bleibt, wenn die Geldanlage richtig gemanagt wird. Dass man sich als Bundesligaspieler nie mehr finanzielle Sorgen machen muss, stimme leider nicht immer. In der Tat sieht die Realität oft anders aus. Nur jeder zehnte professionelle Fußballer hat nach der Karriere ausgesorgt. Lediglich für Spieler, die sich dauerhaft im Spitzenbereich der Bundesliga etablieren konnten, reicht die „verdiente Kohle“ bis ans Lebensende. Lukas Rupp dürfte bereits dazu gehören.

 

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