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Das sind die Gewinner der Corona-Krise

Das Coronavirus schickt die Börsen weltweit auf Talfahrt. Ganze Branchen kämpfen um ihre Existenz. Während die Krise einen großen Teil der Wirtschaft lahmlegt, gibt es einige Unternehmen, die von der Situation profitieren. Während man im privaten Bereich zuerst an Online-Handel und Paketzusteller denkt, sollten Anleger ihren Fokus auf andere Branchen legen.

Biotechnologie und Medizintechnik
Die Herstellung von Corona-Tests und die Arbeit an neuen Impfstoffen haben den Gesundheitssektor zuletzt ins öffentliche Rampenlicht befördert, aber auch für Aktieninvestments interessant gemacht. Was häufig unter dem Überbegriff „Gesundheitsaktien“ zusammengefasst wird, ist in Wahrheit ein breit diversifiziertes Anlagesegment von eher defensiven Werten bis hin zu innovativen und schnellwachsenden Biotechnologie-Unternehmen.
Generell gilt der Sektor als besonders krisensicher und hat dies auch in der Vergangenheit bewiesen. Während der Dotcom-Blase und der Finanzkrise verhielten sich die Kurse deutlich stabiler als der breite Markt. Und die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen steigt aufgrund der demografischen Entwicklung stetig. In der aktuellen Situation verstärkt sich diese Entwicklung noch einmal deutlich. So wurde Regierungen weltweit doch eindrucksvoll der Spiegel vorgehalten, dass die Ausgaben im Gesundheitsbereich nicht für eine globale Pandemie ausreichen.  
Unser Fazit: Über die letzten beiden Monate haben unsere Biotech-Empfehlungen bereits gute Ergebnisse gezeigt. Wir gehen aber auch für die Zukunft von Wertsteigerungen in der Branche aus. Ist sie doch essenziell für die Behebung und Verhinderung ähnlicher Krisen.

Digitalisierung
Mit den Maßnahmen zur Bekämpfung von Corona hat sich für viele Menschen der Lebens- und Berufsalltag in die eigenen vier Wände verlagert. An Homeoffice und Gespräche oder Meetings per Videochat mussten sich viele Berufstätige relativ schnell gewöhnen. Auch im Freizeitbereich haben sich die Bedürfnisse der Menschen grundlegend geändert. Längst wird von einer „Zuhause-Bleiben-Ökonomie“ gesprochen.
Gewinner dieser Entwickler sind Unternehmen, die eine schnelle und einfache Vernetzung von Menschen ermöglicht oder das Leben Zuhause angenehm und abwechslungsreich gestalten. Neben Techgiganten wie Amazon, Microsoft, Netflix und Alibaba fallen darunter auch jüngere Firmen wie HelloFresh, Zoom oder Teamviewer. Dementsprechend haben sich auch die Manager von Technologiefonds auf die Entwicklung eingestellt und machen sich auf die Suche nach potenziellen Profiteuren.
Unser Fazit: Im dynamischen Technologiesektor - in die neuen Sterne häufig genauso schnell aufsteigen, wie sie wieder verglühen – halten wir eine breite Streuung der Anlage für besonders wichtig. Auch empfehlen wir nicht zu stark auf sehr junge Geschäftsideen zu setzen und dabei die genannten Branchengrößen zu vernachlässigen. Im aktuellen Umfeld scheinen diese ihren Marktanteil eher noch zu steigern, statt sie an neue Mitbewerber zu verlieren.

Infrastruktur
Auf Infrastrukturaktienhaben wir bereits in vergangenen Ausgaben immer wieder hingewiesen und gelten als relativ robust in Krisenzeiten. Der wirtschaftliche Stillstand belastet zwar den Transportsektor deutlich, gleichzeitig ist der Bedarf an einer funktionierenden digitalen Infrastruktur aber so groß wie nie. Ohne sie gäbe es kein Arbeiten im Homeoffice, kein Online-Banking und auch keine Filme oder Konzerte im heimischen Wohnzimmer via Daten-Streaming. Aktien von Unternehmen, die Rechenzentren, Übertragungsnetze und Fernmeldetürme betreiben sind daher gefragt.
Von den Konjunkturprogrammen in den USA, Europa und Asien sollten aber auch die klassischen Transport- und Pipelineunternehmen profitieren. Denn: Wie schon in der Krise 2008/09 wird ein erheblicher Anteil der weltweit aufgelegten Hilfsprogramme in Infrastruktur fließen. Mit Abebben der Krise sollte dann auch das Geschäft von Infrastrukturunternehmen anziehen. Gerade in Asien ist der Nachholbedarf in allen Infrastrukturbereichen noch groß und sollte für langfristig hohe Wachstumsraten sorgen.

Unser Fazit: Für den Infrastruktursektor sehen die Aussichten rosig aus. Einzelne Sektoren sind aktuell noch relativ günstig bewertet und über die nächsten Jahre werden voraussichtlich historisch große Summen in den Ausbau fließen. Bei der Auswahl unserer Fondsempfehlungen legen wir Wert auf eine breite Streuung in verschiedene Marktsegmente und Regionen. Unter den Überbegriff „Infrastruktur“ fällt für uns dabei nicht nur der klassische Bausektor, sondern auch die Versorgung mit Wasser, Strom und schnellem Internet.

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