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Wo gibt es noch Ertrag?

Niedrige Zinsen und politische Unsicherheiten haben den Ertrag klassischer Anleiheprodukte langsam aber sicher dahin schmelzen lassen. Wer in diesem Segment noch investieren möchte, muss sich abseits von Staatsanleihen auf die Suche begeben.

Eine der meistbeachteten Alternativen waren zuletzt Hochzinsanleihen (englisch: High-Yield-Bonds). Dort gab es noch attraktive Erträge, als die Schwäche konservativerer Produkte schon nicht mehr zu übersehen war. Aber: Renditen gehen bei High-Yields auch mit einem etwas höheren Risiko einher. Sie reagieren im Vergleich zu klassischen Bonds relativ wenig auf Zinsanstiege. Im aktuellen Marktumfeld kann das ein wichtiger Vorteil sein.

Interessant sind auch Schwellenländer-Anleihen. Besonders Indien macht sich fit für die Weltwirtschaft. Steuer- und Wirtschaftsreformen sollen die Konjunktur ankurbeln, so man über Aktien- und Anleiheinvestments davon profitieren können. Auch die relativ stabile Währung und moderaten Inflationserwartungen sprechen für ein Investment. Hinzu kommt, dass mittelfristig auch die ersten Ratings von indischen Bonds anstehen, was sich grundsätzlich positiv auf die Kurse auswirken sollte, da das Risiko einzelner Investments leichter einzuschätzen ist.

Wachsende Beliebtheit bei Anlegern genießen auch sogenannte CAT-Bonds. Diese „Katastrophenanleihen“ werden von Unternehmen ausgegeben, um sich gegen Naturkatastrophen oder Extremereignisse abzusichern. Großer Vorteil: Sie entwickeln sich komplett unabhängig zum restlichen Anleihe- oder Aktienmarkt und erwirtschaften bei entsprechender Diversifikation eine stabile Rendite. Insgesamt hat das Segment in den letzten 15 Jahren nur ein negatives Gesamtjahr erlebt und der Verlust wurde innerhalb von weniger als einem Jahr wieder wettgemacht.

Wer im aktuellen Marktumfeld noch Erträge erwirtschaften möchte, die in einem fairen Verhältnis zu möglichen Risiken stehen, muss kreativ sein. Wichtig: Die eingegangenen Risiken richtig einschätzen und diese über verschiedene Anlagen zu streuen. So klappt es dann auch wieder mit dem Zins.

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