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Kühler Kopf trotz Flash-Crash

Nach einem guten Start ins Börsenjahr 2018 kam es in den letzten Tagen zu einer starken Marktkorrektur. Ausgehend von den US-Börsen gaben nicht nur Aktien, sondern auch Anleihen einen Teil der Gewinne der letzten Monat ab. Doch was war passiert? Gab es etwa pessimistische Nachrichten aus der US-Wirtschaft? Genau das Gegenteil war der Fall.

Der entscheidende Auslöser für den Einbruch der Kurse war wohl ein überraschend guter Arbeitsmarktbericht des US-Wirtschaftsministeriums. Unter Berücksichtigung der insgesamt positiven Wachstums- und Unternehmenszahlen verbreitete sich unter Investoren die Sorge vor einer anziehenden Inflation und einer entsprechenden Reaktion der US-Zentralbank. Marktbeobachter gehen zwar schon seit Monaten von mindestens drei Zinserhöhungsschritten in diesem Jahr aus, die Angst vor einer noch strafferen Geldpolitik versetzte einige Investoren aber offensichtlich trotzdem in Panik. Verstärkt wurde die Situation dann noch zusätzlich durch computergesteuerte Handelssysteme, die automatisch Wertpapiere verkaufen, sobald festgelegte Preisuntergrenzen durchbrochen werden. Aus einer Kurskorrektur wurde damit zwischenzeitlich ein sogenannter „Flash-Crash“.

Grund zur Panik? Wir beantworten diese Frage mit einem eindeutigen: Nein! Die globalen, wirtschaftlichen Fundamentaldaten sind weiterhin gut und sprechen für ein solides Wirtschaftswachstum in 2018. Allerdings sollten die letzten Tage auch als Warnschuss dafür gewertet werden, dass einzelne Aktienmärkte bereits relativ teuer geworden sind. Aus diesem Grund waren wir auch nicht überrascht, dass die Marktkorrektur diesmal von der Wall Street ausging: Bereits im letzten Jahr haben wir immer wieder auf das Ungleichgewicht der Preise in den USA im Vergleich zu Europa und Asien hingewiesen und dementsprechend europäische Aktien, Japan und Schwellenländer stärker gewichtet.

Unsere aktuelle Empfehlung ist daher auch jetzt nicht dem Herdentrieb zu folgen und Aktienpositionen überhastet zu verkaufen, sondern ganz gezielt günstiger gewordene Anlagesegmente antizyklisch nachzukaufen. Setzen Sie dabei aber wie immer nicht alles auf einer Karte und streuen Sie Ihr Risiko breit. Langfristig können so auch kleinere Rücksetzer dem Anlageerfolg nichts anhaben.

Wir unterstützen Sie wie immer gerne bei Ihren Anlageentscheidungen.

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