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Droht die Deflation?

Derzeit warnen immer mehr internationale Ökonomen vor der unterschätzten Gefahr einer Deflation, vor "japanischen Verhältnissen". Für sie ist das Risiko einer Inflation zur Zeit wesentlich geringer einzuschätzen als das Risiko einer Spirale aus fallenden Preisen, sinkenden Gewinnen, geringeren Löhnen und schließlich steigender Arbeitslosigkeit.
Wenn diese Stimmen Recht behalten, hat das Konsequenzen für die Anlagestrategie. Denn die als Inflationsschutz gedachten Immobilien und Gold verlieren bei einer Deflation an Wert. Schuldenbelastungen würden steigen und es würde schwieriger, Kredite / Darlehen abzulösen.
Noch ist nicht entschieden, wie der Wettstreit zwischen Inflation (die wegen der in den Markt gepumpten Liquidität und der hohen Staatsverschuldung einmal kommen wird) und Deflation (als vermutlich zeitlich begrenzte Zwischenstufe) ausgehen wird. Deshalb fahren Anleger, die ihr Vermögen auf alle Assetklassen verteilt haben, derzeit immer noch am besten.

Lesen Sie hier einen Beitrag von Richard Haimann in der Financial Times Deutschland vom 13. 1. 2012 zu diesem Thema.

 

Immer weniger Vertrauen

Die Schuldenkrise hat das Vertrauen der Deutschen in Wirtschaftslenker und Politiker schwinden lassen, sagt eine Studie aus Anlass des Weltwirtschaftsforums in Davos. Demnach hat vor allem die Wirtschaft einen herben Vertrauensverlust erlitten: Um 18 Prozentpunkte brach der Vertrauenswert ein, wie die "Financial Times Deutschland" berichtet.

Noch 2011 hatten die deutschen Unternehmen einen Wert von 52 Prozent erreicht. Nun rutschte die Wirtschaft jedoch auf 34 Prozent ab und genießt damit nur noch einen Prozentpunkt mehr Vertrauen als die Politik. "Die Menschen glauben nicht, dass die Unternehmen in der Lage sind, mehr gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen", sagte Cornelia Kunze, Geschäftsführerin der Beratungsfirma Edelman Deutschland, die die Studie durchführte.

Das "Edelman-Trust-Barometer" wird jährlich in Davos vorgestellt. In dem Schweizer Kurort treffen sich vom 25. Januar an circa 2.600 Politiker, Wirtschaftsführer und Wissenschaftler. Grund für das gewachsene Misstrauen in Deutschland ist vor allem die Rolle von Unternehmen und Banken in der Finanzkrise. Von ihrer Seite sei zu wenig zur Problemlösung beigetragen worden, sagte Klaus Schwab, Gründer und Chef des Weltwirtschaftsforums.

Quelle: dpa/FTD

Mittelstand zufrieden wie nie

(30.1.12) Deutschlands mittelständische Unternehmen sind einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst&Young zufolge mit ihrer Geschäftslage so zufrieden wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Auch bei Investitionen oder Plänen für neue Arbeitsplätze strotzen die Firmen nur so vor Kraft, wie aus dem Mittelstandsbarometer von E&Y hervorgeht. Trotz aller Zuversicht sehen die Unternehmer aber auch Wolken am Konjunkturhimmel.

Bei der Bewertung der aktuellen Geschäftslage zeigte die seit 2004 erstellte repräsentative Analyse noch nie eine derart gute Stimmung: Gut die Hälfte (54 Prozent) der 3.000 befragten Firmen zwischen 30 und 2.000 Mitarbeitern sieht sich in einer guten Situation, weitere 40 Prozent sprechen von "eher gut". Nur bei fünf Prozent schaut es "eher schlecht" aus,"schlecht" geht es nur einem Prozent. Auf diesem hohen Niveau rechnen lediglich sechs Prozent mit nachlassenden Geschäften. Nur 8 Prozent hatten Ende 2011 weniger in den Auftragsbüchern als ein Jahr zuvor.


Diese unerreicht zuversichtliche Gemengelage hat jedoch einen Wermutstropfen: Die generellen Konjunkturerwartungen für Deutschland - unabhängig von der Situation in der eigenen Firma - haben sich im Vergleich zur Vorgängerstudie von Mitte 2011 leicht eingetrübt. Zudem rechnen zwei Drittel der Unternehmen mit einer Zuspitzung der Eurokrise. doch selbst vor einer neuen Wirtschaftskrise wähnt sich der Mittelstand deutlich besser gewappnet als beim Ausbruch der vorangegangenen Krise 2008.

Quelle: dpa


 

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18.10.2011 ETFs oder nicht? 
17.10.2011 Vorsorge: Vom Nutzen der Regelmäßigkeit 
28.09.2011
 Kleine Geldhaie
 
04.07.2011   
 Neues Währungssystem gewünscht?
 
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